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Maya-Kultur

Ergänzungs- und Mond-Serie und Korrelation

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Einleitung

Der  Maya-Kalender, vor mehr als 2000 Jahren eingeführt, ist so konzipiert, dass der Sicherung eines Datums oberste Priorität zukam. Für jedes Long Count Datum ist immer nur ein Kalender-Runden-Datum (ein Tzolkin- und ein Haab-Datum) möglich. Auch die Ergänzungsserie mit dem Gott der Nacht (Hieroglyphe G) und die Mondserie (Hieroglyphen F, Z, Y, D, E, C, X, A , B) sind Bestandteil dieses Systems zur Sicherung eines Datums. Die Verknüpfung des Mondalters (Hieroglyphe D/E) mit einem Datum ist bisher bei keinem Kalender anderer alter Kulturen  festgestellt worden.

Am Beispiel von Türsturz 21 aus Yaxchilan ( nach Coe, 1992 S. 182/330 ) sollen die Hieroglyphen erläutert werden, nach dem Long Count 9.0.19.2.4 und dem
Tzolkin-Datum 2 Kan:

      G = Gott der Nacht ( von insgesamt 9 ) hier G8,
      F =  Bedeutung unbekannt, fehlt,
      Z und Y = Bedeutung unbekannt,
      D = Mondalter 0 – 19, hier 7 Tage,     
      E = Mondalter, wenn über 20 Tage, fehlt,
      C = Lunationen nach letztem Sonnenfinsternistag, hier 3,
      X = Gott der Lunation,
      A = Dauer der Lunation, hier 29 Tage,
      B = Bedeutung unbekannt, fehlt.
      Abgeschlossen wird die Aufzeichnung mit dem Haab-Datum: hier 2 Yax.

 Bei einem großen Teil von Daten-Aufzeichnungen wurde eine verkürzte Form der Mondserie verwendet.

 Für die Überprüfung einer Korrelationszahl auf ihre Richtigkeit ist die Mondserie ein wichtiges Indiz. Dabei sind die Hieroglyphen D/E und C von größter Bedeutung. Wenn bei der Übertragung eines Maya-Datums in den Julianischen Kalender die Hieroglyphen D/E und C nicht übereinstimmen, so liegt entweder ein Schreibfehler vor, oder die verwendete Korrelationszahl ist falsch. (Die Grundlage für die Sonnenfinsternistage gelten heute als absolut gesichert, z. B. die Tabellen von Fred Espenak von der NASA, oder ein PC-Astro-Programm, wie RedShift.)

 Die Maya-Astronomen kannten den komplizierten Mondlauf zwar schon recht gut, wie in der Finsternistabelle des Dresdner Codex zu sehen ist, in dem nicht nur nach 6 Mondumläufen sondern manchmal auch nach 5 Mondumläufen eine Sonnenfinsternis folgt,. Es ist zu bedenken, dass in den einzelnen Stadt-Staaten die 6/5er Regel unterschiedlich angewendet wurde und deshalb einige Hieroglyphen C falsch sind. Das heißt aber auch, dass es richtige Hieroglyphen C geben muss.

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Überprüfung des Datums mit GMT

9.0.19.2.4 = MDN (Maya Day Number)          1302884
GMT (oft als „astronomical“ bezeichnet)       +  584285
= JD  (Julianisches Datum)                              1887169
Julianischer Kalender                                  = 15.10.454
Hieroglyphe D 7Tage                                  =   8.10.454  Neumond = 7.10.454
Hieroglyphe C 3 Lunationen                       = 11.07.454 
kein Sonnenfinsternistag

Überprüfung des Datums mit meiner Korrelationszahl

9.0.19.2.4 = MDN (Maya Day Number)         1302884
Korrelationszahl Stock                                   +  556408
= JD  (Julianisches Datum)                              1859292
Julianischer Kalender                                  = 19.06.378
Hieroglyphe D 7Tage                                  = 12.06.378  Neumond = 11.06.378
Hieroglyphe C 3 Lunationen                       = 15.03.378 
Sonnenfinsternistag

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Vergleich Sonnenfinsternistag
mit 9.0.19.2.4 und 9.16.4.10.8 (Finsternistafel)

                          9.0.19.2.4                                         9.16.4.10.8
MDN                   1302884                                             1412848
Korrelation          
584285                                                584285
JD                       1887169                                             1997133
- Hiero. DC     =            96
JD                    = 1887073                                             1997133
nächster
Sonnenfinster-
nistag                  1887102                                             1997162
Abweichung    
+ 29 Tage                                            + 29 Tage

Dieser Vergleich belegt eindeutig, dass die GMT nicht mit den Sonnenfinsternistagen übereinstimmt und somit aus astronomischen Gründen als Korrelationszahl nicht haltbar ist. Nicht nur mit diesen obigen Daten, sondern mit vielen anderen ist zu sehen, dass die GMT stets 1 Mondumlauf später auf einen Sonnenfinsternistag trifft.

Der Vergleich mit meiner Korrelationszahl 556408 ergibt folgendes Ergebnis:

Vergleich Sonnenfinsternistag
mit 9.0.19.2.4 und 9.16.4.10.8 (Finsternistafel) 

                          9.0.19.2.4                                         9.16.4.10.8
MDN                   1302884                                             1412848
Korr. Stock          
556408                                               556408
JD                        1859292                                            1969256
- Hiero. DC      =             96
JD                     = 1859196                                            1969256
nächster
Sonnenfinster- 
nistag                   1859196                                            1969256   
Abweichung           
0 Tage                                               0 Tage

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Last updated January, 2010